„So steht es um die Bahn in Ostbayern“

publiziert in der Mittelbayerischen Zeitung am 13. Dezember 2020

Verspätungen, Zugausfälle, technische Störungen – die Probleme der deutschen Bahn sind immer wieder ein bundesweites Thema. Aber wie sieht die Lage in der Region aus? Dieser Frage gingen 13 Volontärinnen und Volontäre der Mittelbayerischen Zeitung in einer achtteiligen Serie nach. Im Zentrum der Recherche standen die Sorgen und Nöte der Leserinnen und Leser. Per Aufruf in den sozialen Netzwerken wurden sie dazu aufgefordert, Schwachstellen der Bahn in der Region zu benennen. Die jungen Journalistinnen und Journalisten fanden so heraus, dass die Zugabteile trotz Pandemie in den Stoßzeiten prall gefüllt sind oder dass es beim Thema Barrierefreiheit auf den Bahnhöfen noch immer hapert. Außerdem haben sie untersucht, wie umweltfreundlich die Bahn in der Region tatsächlich fährt und wie das Unternehmen das Zugfahren in der Region künftig attraktiver machen will. Sie fragten zugleich, was ein ambitionierter Zukunftsplan wert ist, wenn nicht mal banale Probleme im alltäglichen Betriebsablauf gelöst werden. Die Volontärinnen und Volontäre haben mit dieser Serie ihre Aufgabe als kritische Beobachter ernstgenommen und bestens erfüllt. Journalismus, der nah dran ist an den alltäglichen Sorgen der Menschen, der auf Missstände hinweist und dabei immer konstruktiv bleibt. Das Ergebnis ist auch deshalb eine lobende Erwähnung wert, weil es in der Tradition der jährlichen Volo-Projekte der Mittelbayerischen Zeitung steht, die sich gewissenhafter Recherche verschrieben haben.

Foto: AdobeStock – Imaginis

Christine Schröpf

Volontärsbeauftragte, Mittelbayerische Zeitung